Grüger, Ev (1928-2017), Stillleben mit Skulptur, Flöte und Malutensilien, 1956
Ev Grüger(1928 Altenburg - 2017 Hofheim), Stillleben mit Skulptur, Flöte und Malutensilien , 1956. Öl auf Leinwand in Galerieleiste, 60 cm x 80 cm (Bildgröße), rechts unten mit „Grü[ger]“ signiert und auf „[19]56“ datiert.
- minimale Farbabplatzungen, sonst in gutem Erhaltungszustand
- Das Fundament der Kunst -
Nachdem der Zweite Weltkrieg das progressive künstlerische Schaffen zum Erliegen gebracht hatte, waren die beginnenden 50er Jahre eine Phase des Neuaufbruchs. Als Meisterschülerin Karl Schmidt-Rottluffs revitalisiert Ev Grüger die Ideen der Brücke und trägt sie in die Nachkriegszeit hinein.
Mit breiter Pinselführung und expressiven aber dennoch gediegenen Farben schafft sie ein mit dem für die Bildhauerei stehenden Kopf, der sich auf die Musik beziehenden Flöte und den die Malerei thematisierenden Farbtuben ein die Künste reflektierendes Stillleben. Die Grundlegung eines erneuten künstlerischen Schaffens, das mit diesem Bild vor Augen steht.
zur Künstlerin
Ev Grüger besuchte von 1942 bis 1944 die Meisterschule für Textilindustrie in Plauen, die 1944 geschlossen wurde. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie in einem Rüstungsbetrieb. Danach studierte sie bis 1949 an der Hochschule für Bildende Künste in Weimar bei Otto Herbig und Hans van Breek. 1951 verließ sie die DDR und setzte ihr Studium bis 1957 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin fort, unter anderem bei Hans Uhlmann, Kurt-Hermann Kühn und Karl Schmidt-Rottluff, dessen Meisterschülerin sie wurde. 1958 zog Grüger nach Hofheim und arbeitete dort fortan als freischaffende Künstlerin. Seitdem waren ihre Werke in zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

