Uphoff, Fritz (1890-1966), Zwei weibliche, um 1930
Fritz Uphoff(1890 Witten - 1966 Worpswede), Zwei weibliche Akte , um 1930, Rötelzeichnung auf farbig überrolltem Papier, 46,5 cm x 38 cm (Blattgröße), auf dünnem Karton montiert, links unten mit „Fritz Uphoff“ signiert.
- montagebedingt an den Eckbereichen gewellt
Die Frauenkörper sind durch gleichermaßen starke wie präzise Konturlinien geformt. Leicht einander zugewandt nehmen sie eine tänzerische Haltung ein, die ihre Gestalten dynamisiert. Dabei wird zugleich eine auf den Betrachter gerichtete Symmetrie erzeugt, mit der die modernen Frauen ihre Schönheit präsentieren. Die insbesondere die Körper betreffenden farbigen Schraffuren evozieren den Eindruck weicher Leiblichkeit und verleihen der Darstellung ein sinnliches Vibrato.
zum Künstler
Nach einer Ausbildung für Glasmalerei und Mosaik begann Fritz Uphoff ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Elberfeld, das er in München fortsetzt, wo er zudem die Malschule von Heinrich Knirr besuchte. Zahlreiche Studienreisen führten ihn nach Belgien, Frankreich, die Niederlande und Österreich. Gegen 1913 ließ er sich in der Künstlerkolonie Worpswede nieder und heiratete dort die Malerin Lore Schill. Gemeinsam mit ihr und seinem Bruder, dem Maler Carl Emil Uphoff, gründete er einige Jahre später die „Werkgemeinschaft Worpswede für Buchkunst“. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, nahm allerdings nur an wenigen Ausstellungen teil, darunter, beim Hilfswerk für die deutsche bildende Kunst in der NS-Volkswohlfahrt, was von seiner prekären Situation zeugt.

